Am Mittwoch war es so weit: Wir drehten in unserer KDFB-Geschäftsstelle in Stuttgart Video-Clips für den Film #FrauenStimmen.

Gefühlt lag die Hürde zunächst hoch. Der Auftaktfilm, von dessen Entstehung Regina Illemann in ihrem Blogeintrag vom 5. November berichtet, ist sehr professionell gemacht. Die Texte sitzen, die Kamera schwenkt. Sehr eindrücklich! Und jetzt stellen wir uns hin und drehen ein Self-made-Video mit dem eigenen Handy? Die Vorstellung braucht zugegebenermaßen ein bisschen Mut.

Doch den haben wir! Denn drei Kolleginnen und ich finden, dass einfach viele Frauenstimmen zusammenkommen müssen, damit ein lautes Frauenecho in den Synodalen Weg hineinklingt. Und wer soll´s machen, wenn nicht wir einfach mal anfangen?

Gesagt, getan. Fleißig machten wir uns daran, ein paar Sätze zu schreiben, was für uns eine glaubwürdige Kirche ausmacht. Schnell war klar, 20 Sekunden sind verzwickt kurz. Also lag unsere Hauptaufgabe darin, gleich zum Punkt zu kommen. Letztendlich keine schlechte Sache.

Dann kam der Tag des Drehs. Manuela Pfann, unsere kompetente Frau für die Öffentlichkeitsarbeit, reiste am Mittwochnachmittag gemeinsam mit ihrem Sohn im jungen Teenageralter an. Sie hatte versprochen, dass er uns bei der Aufnahme hilft – denn er besitzt, was wir nicht haben: ein Stativ und einen Gimbal, wie ich mir habe erklären lassen, damit das Handyvideo nicht verwackelt wird. Noch schnell die Haare geordnet, einen schönen Aufnahmeplatz im Freien vor dem Haus gesucht – dann ging es los.

Immer wenn sich der Daumen des jungen Mannes hob, war die Handykamera startklar. Wir oft noch nicht so ganz. Keine von uns schaffte es im ersten Anlauf. Falscher Text, Versprecher, der Blick in die falsche Richtung, Kirchenglocken im Hintergrund… Wir lachten viel und probierten es alle mehrmals. Macht ja nix! Eine weitere Kollegin gesellte sich zu uns. Auch sie hatte ihren Text prägnant auf den Punkt formuliert. Dann war es schon vorbei.

Um es kurz zu sagen: Wir haben keine filmische Meisterleistung vollbracht. Braucht es auch gar nicht. Sondern wir haben mithilfe eines handelsüblichen Smartphones in 3-4 Sätzen unser Statement zu einer glaubwürdigen Kirche aufgenommen. Den Rest macht die professionelle Filmfirma. Wir sind sicher: Es wird ein eindrücklicher Film – und wir sind dabei!

Sind Sie auch dabei? Ich bin sicher, das kann jede*r. Und ich hoffe sehr, dass sich viele trauen, die eigene Stimme in dieses Projekt einzubringen. Die eher lahmgelegte Winterzeit bietet sicherlich genügend Muße, es anzugehen.